Wunderlist 2 iPhone & Android LogoMit der dritten Version von Wunderlist wollen die Berliner 6Wunderkinder anfang des nächsten Jahres auftrumpfen. Mit frischem Kapital ausgestattet (Sequoia investiert 19 Millionen Dollar in das Startup) soll alles noch schneller und besser werden.

Bei den Arbeiten an der Anpassung von Wunderlist für iOS7 haben sich die Entwickler gefragt, was sie an der bestehenden Software verbessern können und was für die Wunderlist-Erfahrung wichtig ist. Dabei wurde jedes Design-Element auf den Prüfstand gelegt und diskutiert. Schnell kam das Team zur Auffassung, dass sie an etwas größerem als nur der Anpassung an die neue Apple-OS-Version arbeiten.

Schon wieder eine Neuentwicklung?!

So wurde der Entschluss gefasst, die Neuerungen auf allen Plattformen umzusetzen. Daher wird Wunderlist 3 für iPhone, iPad, Mac, Android, Windows und im Web erscheinen. Schon einmal wurde die Wunderlist-Plattform grundlegend neu entwickelt, als der Wechsel von der Titanium-Plattform zu nativen Umgebungen vollzogen wurde. Auch wenn der Schritt diesmal vermutlich weniger radikal ausfällt als damals, klingt es doch bedenklich nach dem „Über-den-Haufen-werfen“ von Bewährtem. Die Nutzer dürfen gespannt sein, inwiefern die Wunderkinder den Spagat zwischen Neuerungen und von Nutzern liebgewonnenen Features hinbekommen.

Speed, Speed und nochmals Speed

Die entscheidenste Neuerung von Wunderlist 3 soll jedenfalls die Geschwindigkeit sein – sowohl die Benutzeroberfläche als auch die Synchronisation sollen deutlich zulegen. Das ist eine durchaus begrüßenswerte Entwicklung, die vor allem für die Arbeit in Teams Relevanz haben dürfte.

Endlich eine Wunderlist-API

Schon länger wünschen sich die Nutzer und Entwickler eine API um Wunderlist an die eigenen bestehenden Applikationen anzubinden und so den reibungslosen Einsatz innerhalb bestehender Infrastrukturen zu erleichtern. Das ging sogar soweit, dass jemand in Eigenregie eine Wunderlist-„API“ schuf, die es ermöglichte, auf den Datenbestand zuzugreifen (was leider seit dem Neustart als Wunderlist 2 nicht mehr funktionierte).

Gespannt sein darf man auf die Drittanbieter-Software-Tools, die als erste die API von Wunderlist nutzen werden. Vermutlich werden die ersten derartigen Partnerschaften bereits bei der Vorstellung der neuen Wunderlist-Version bekanntgegeben. Vorstellbar wären z.B. Evernote aber auch Dropbox kämen in Frage (beide im Portfolio des Investors Sequoia).

Blog-Beitrag der Wunderlist-Macher zur Finanzierung und den Neuerungen (englisch)

Wunderlist nun mit Kommentare (Pro-Version)

Wunderlist mit Kommentaren (Pro-Version)